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DIE ENERGIE DES WIR-GEFÜHLS

Das Ziel ist ehrgeizig und rund 6.500 Menschen arbeiten daran: Die MVV Energie AG hat sich mit dem Mannheimer Modell verpflichtet, bis 2040 klimaneutral und als eines der ersten Energieunternehmen Deutschlands klimapositiv werden. Die MVV setzt dabei auf innovative grüne Technologien und nachhaltige Innovation bei der Ausbildung. Warum es für eine Karriere bei der MVV Mut braucht und warum Mannheim eine Stadt ist, die positiv überrascht, erzählen Ausbildungsleiterin Angela Metzger und der dual Studierende Luis Pappert im Interview.

Eine fantastische Aussicht auf Mannheim von hier oben! Frau Metzger, waren Sie schon mal hier, auf der Dachterrasse des MVV-Hochhauses?

Angela Metzger: Nein, die MVV-Dachterrasse ist normalerweise nicht frei zugänglich. Für das Fotoshooting gab es aber eine Ausnahmegenehmigung – und Mannheim sieht von oben wirklich beindruckend aus.

Seit 30 Jahren sind sie als Ausbildungsleiterin aktiv. Warum sind Sie 2021 nach Mannheim zur MVV gewechselt?

Angela Metzger: Mir ist es wichtig, Ausbildung so zu gestalten, dass kreative Spielräume entstehen und der Mensch im Mittelpunkt steht. Das habe ich in meiner letzten Anstellung vermisst. Da war es ein glücklicher Zufall, dass mir eine Freundin von der Job-Ausschreibung der MVV erzählt hat. Jetzt bin ich sehr glücklich mit meinem neuen Job in Mannheim.

Luis, Du bist in der Nähe von Fulda aufgewachsen. Warum hast Du Dich bei der MVV beworben und welches Bild hattest Du von Mannheim?

Luis Pappert: Ehrlich gesagt noch gar keins. Nach dem Abitur war mir nur klar, dass ich ein duales Studium machen möchte. Eine Freundin meiner Mutter hat mir dann die MVV empfohlen, also bin ich zum Bewerbungsgespräch nach Mannheim gefahren und war sofort begeistert vom Unternehmen.

Was war der erste Eindruck von Mannheim?

Luis Pappert: Der erste Eindruck war: Ganz schön was los in der Stadt! Ich komme aus einem Dorf mit 150 Einwohnern, da war der Kontrast schon krass. Ich war ziemlich gestresst, aber nach dem Bewerbungsgespräch, bei dem ich die Zusage bekam, habe ich die Stadt schon mit ganz anderen Augen gesehen. Heute bin ich ein Riesenfan von Mannheim, ich mag die urbane Lebensqualität hier.

 

„So nach und nach wird mir klar, was das spezielle Mannheim-Feeling ist. Mannheim ist eine sehr ehrliche Stadt. Das trifft es sehr gut.“

Angela Metzger


Luis, Du hast letztes Jahr Deine Ausbildung gestartet. Wie hat sich der erste Tag angefühlt?

Luis Pappert: Mir war klar, dass hier ein ganz neues Kapitel für mich beginnt, schon daher war der erste Tag sehr spannend. Alle Kolleginnen und Kollegen waren sehr freundlich und offen und ich habe gespürt: Hier haben alle Lust, wirklich etwas zu bewegen.

Frau Metzger, Wertschätzung und Gemeinschaft sind Markenwerte der MVV. War das für Sie schon an Ihrem ersten Tag spürbar?

Angela Metzger: Wenn man hier den ersten Tag ankommt, spürt man sofort dieses Wir-Gefühl bei der MVV, denn Gemeinschaft ist hier enorm wichtig. Ich finde, das Thema Wertschätzung macht sich hier auch in der Sprache bemerkbar. Ich habe noch in keinem Unternehmen einen so herzlichen und freundlichen Umgangston erlebt. Ständig werden mit Worten wie „Bitte“ und Danke“ positive Signale gesendet. Bezeichnend finde ich auch, wie die Mitarbeiter sich vorstellen: Sie sagen zuerst ihren Namen und dann, wie lang sie schon im Unternehmen sind – oft länger als 20, 30 Jahre. Da merkt man gleich: Es ist gibt eine nachhaltige Verbundenheit mit dem Unternehmen.

Stimmt es, dass es für eine Ausbildung bei der MVV Energie AG Mut braucht? Wie ist das gemeint?

Angela Metzger: Man braucht keinen Mut, um sich hier für eine Ausbildung zu bewerben. Aber sicher ist es hilfreich, wenn man den Mut mitbringt, hier eine ganz besondere Ausbildung beispielsweise im dualen Studium zu absolvieren. Wir schaffen hier Angebote und Möglichkeiten über die üblichen Standards hinaus. Wir probieren viel aus und betreten Neuland. Das bedeutet, man bewegt sich hier schon mal aus der Komfortzone heraus – das erfordert tatsächlich manchmal ein bisschen Mut.

Die MVV bietet 15 verschiedene Ausbildungs- und Studiengänge. Luis, welchen hast Du gewählt?

Luis Pappert: Ich studiere „Accounting & Controlling“. Klingt vielleicht trocken, weil das der Studiengang ist, der vielleicht am wenigsten Freizeit zulässt, aber Zahlen sind halt mein Ding. Ich habe am Gymnasium festgestellt, dass ich ein Talent dafür besitze und hatte Lust, das weiter auszuprägen. Ursprünglich wollte ich BWL studieren, aber meine Ausbilderin Mariola Morlock hat mir dann diesen Studiengang vorgeschlagen. Sie hatte einen guten Riecher. Ich bin jetzt sehr happy mit der Entscheidung.

 

Was hat Dich hier bisher am meisten überrascht?

Luis Pappert: Dass der MVV-Konzern zwar groß ist, hier aber diese familiäre Atmosphäre herrscht. Es ist ein besonderes Wir-Gefühl hier zu arbeiten, das ist sehr motivierend. Überraschend fand ich Wörter wie „Ajo“ oder „Alla hopp“ am ersten Tag. An den Mannheimer Dialekt musste ich mich erst gewöhnen.

Frau Metzger, Sie kommen aus Seeheim-Jugenheim an der Bergstraße. Welches Bild hatten Sie von Mannheim im Kopf?

Angela Metzger: Ich kenne Mannheim, weil ich schon vor 40 Jahren hier an der Berufsakademie – heute die Duale Hochschule – Maschinenbau studiert habe. Mein Bild von Mannheim war aber eher touristisch geprägt: Mit den Kindern bin ich gern in den Luisenpark gegangen, habe das Planetarium oder Museen besucht. Bei uns Hessen ist die Kompassnadel ja eher nach Frankfurt ausgerichtet, aber seit ich in Mannheim arbeite, habe ich ein ganz neues, positives Bild der Stadt gewonnen. Ich habe viele Bekannte, die in Mannheim leben und von der Stadt schwärmen. So nach und nach wird mir klar, was das spezielle Mannheim-Feeling ist. Ein befreundeter Lehrer, der hier lebt, hat einen Satz gesagt, den ich sehr schön fand: Mannheim ist eine sehr ehrliche Stadt. Das trifft es sehr gut.

Momentan pendeln Sie noch von der Bergstraße nach Mannheim. Können Sie sich auch vorstellen, in Mannheim zu wohnen?

Angela Metzger: Es ist schön an der Bergstraße, aber ich denke tatsächlich immer mehr daran, hierher zu ziehen. Das liegt nicht nur an den hohen Spritpreisen, sondern auch an den Vorzügen der Stadt: Man kann hier alles, was man zum Leben braucht, in kurzen Wegen erreichen und man ist auch schnell draußen in der Pfalz. Ich kann mir vorstellen, in den Quadraten zu wohnen, aber ich will jetzt erst mal die Stadtteile besser kennenlernen. Mannheim ist eine Multikulti-Stadt. Dass die Stadt sehr vielfältig ist, schätze ich ebenfalls – das bildet sich auch in der Ausbildung ab. Und ich freue mich total auf den kommenden Sommer, um zu erfahren, was es hier alles zu erleben gibt.

Wie hat Corona die Ausbildung verändert?

Angela Metzger: Die Formen der Zusammenarbeit haben sich in den letzten zwei Jahren sehr stark verändert. Wir arbeiten heute mit SharePoint-Plattformen, wir treffen uns in digitalen Team-Meetings, wir führen Bewerbungsgespräche online, wir beraten Schüler und Schulen digital. Die persönliche Begegnung wollen wir nach Corona neu kultivieren, aber was wir in den letzten zwei Jahren gelernt und aufgebaut haben, wollen wir beibehalten.

 

Wie ticken die Jugendlichen von heute? Wie wichtig ist das Thema Sinnstiftung bei der Wahl des Ausbildungsplatzes?

Angela Metzger: Bei den Bewerbungsgesprächen gibt es große Veränderungen gegenüber früher. Da fällt zurzeit sehr häufig der Satz: „Ich möchte mit meiner Arbeit etwas bewirken, ich möchte einen Beitrag leisten.“ Vor 10 Jahre war dagegen immer die erste Frage: Kann ich auch ins Ausland? Heute geht es also viel mehr um Sinnstiftung und Nachhaltigkeit.

Luis Pappert: Für mich ist Nachhaltigkeit ein sehr wichtiges und allgegenwärtiges Thema. Es ist aber auch komplex, denn Nachhaltigkeit bedeutet konsequenterweise auch den Verzicht auf Gewohnheiten und Luxus. Dass ich zum Beispiel ab und zu gerne Fleisch esse, ist das ein Dilemma für mich, da habe ich noch keine perfekte Lösung gefunden. Unter uns Auszubildenden wird sehr viel über das Thema gesprochen. Ich finde es gut, dass die MVV diesen Dialog sehr fördert – schon im Bewerbungsgespräch war das ein Thema. Ich bin jetzt auch in der „Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit“. Da bekomme ich sehr viel davon mit, wie man das hier angehen möchte.

Stimmt es, dass Du mitten in den Quadraten wohnst?

Luis Pappert: Ja, zwischen Marktplatz und Wasserturm, in einer Passage zur Fußgängerzone, zentraler geht‘s kaum. Ich finde es super, so zentral zu wohnen. Ich kann alles zu Fuß erlaufen und bin in nur ein paar Minuten am Arbeitsplatz. Ich kenn mich zwar schon sehr gut aus, aber die Quadrate-Struktur könnte ich noch nicht erklären.

Was ist Dein Lieblingsort in Mannheim?

Luis Pappert: Seit diesem Interview das Dach hier auf dem MVV-Hochhaus – die Aussicht ist großartig! Im Sommer bin ich sehr gern am Alten Messplatz am ALTER – wenn dort Bands spielen, ist das ein super Ort, um Leute zu treffen. Im Winter fand ich die festlich dekorierte Innenstadt mit dem beleuchteten Wasserturm sehr schön.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Luis Pappert: Ich bin ambitioniert und ich habe das Gefühl, dass sich hier viele Möglichkeiten eröffnen. Das ist ein sehr schönes, positives Gefühl. Ich kann mir vorstellen, an das Studium einen Master anzuhängen, das wäre spannend.

Frau Metzger, wie laden Sie nach einem Arbeitstag Ihre persönlichen Batterien wieder auf?

Angela Metzger: Mich zieht das Wasser immer an, deshalb liebe ich es, hier am Neckarufer spazieren zu gehen. Und jeden Monat bin ich begeistert, wenn der Vollmond über dem Odenwald aufzieht – von der Kurpfalzbrücke aus betrachtet ist das ein phantastisches Bild. Da denke ich jedes Mal: Mannheim, wie schön ist das denn?

Mit dem Leitbild 2030 versucht die Stadt Mannheim auf lokaler Ebene die SDGs, die Nachhaltigkeitsziele der UN zu erreichen. Wie wichtig ist Nachhaltigkeit bei der Ausbildung?

Angela Metzger: Es ist ein elementares Thema bei uns, dazu wurde ein eigener hausinterner Arbeitsbereich geschaffen. Wir befassen uns aber nicht generell mit allen 17 SDGs der UN, sondern gezielt mit einzelnen Bausteinen, die uns im Alltag berühren. Da geht es zum Beispiel um unser zentrales Thema Energie, aber auch um Fragen der Ernährung. Für das laufende Jahr haben wir zum Thema Nachhaltigkeit sehr viele Aktivitäten gestartet. Wir arbeiten mit der Mannheimer Klimaschutzagentur zusammen, wir organisieren zahlreiche Workshops und Projekte. Was ich dabei gelernt habe: Es braucht Geduld, um Dinge umzusetzen – und es braucht Mut, sich von Bequemlichkeiten zu verabschieden.

Die MVV bietet das Talentprogramm „Future Talents“ mit einem Karrierecoaching an.

Angela Metzger: Ja, das ist ein Teil unserer Talentberatung: Sie gliedert sich in eine “Talentgruppe” von Azubis und Studierenden im zweiten Ausbildungsjahr. Im letzten Jahr war der Projekt-Fokus die Digitalisierung, in diesem Jahr wird ein eigener Podcast produziert. Bei „Future Talents“ geht es um Persönlichkeitsentwicklung. Junge Talente werden gezielt gefördert durch Beratung, Profilschärfung und Vernetzung. Wer das Programm erfolgreich durchlaufen hat, erhält direkt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Ein gutes Beispiel ist unser jüngster Ausbilder. Erst letztes Jahr hat er seine Ausbildung als Mechatroniker beendet. Normalerweise braucht es mehrere Jahre Berufserfahrung, um selbst ausbilden zu können, aber in diesem Fall haben wir das Talent und das Zukunftspotential erkannt und das wird gefördert.

Luis, wie würdest Du die Zukunft gerne positiv verändern?

Luis Pappert: Das „Future Talents“-Thema finde ich sehr spannend und ich würde mich sehr freuen, da im zweiten Ausbildungsjahr einsteigen zu können. An sich selbst zu arbeiten, um zu erkennen, was man zukünftig erreichen kann – das finde ich sehr spannend. Und was das Leben in der Großstadt betrifft: Ich sehe hier manchmal Leute, die Hilfe benötigen. Ich spüre da immer eine Verantwortung zu helfen, aber als Einzelner kann man das gar nicht leisten. Ganz allgemein wünsche ich mir in der Gesellschaft mehr Solidarität und Hilfsbereitschaft füreinander.

Frau Metzger, letzte Frage: Wenn Sie für die Ausbildung bei der MVV eine Playlist erstellen würden. Welcher Song wäre auf 1?

Angela Metzger: Ich bin mehr Kulturfan als nur Musikfan, aber musikalisch denke ich bei Mannheim immer an Andreas Bourani und „Ein Hoch auf uns“ – das ist hier immer beim Graduiertenball im Rosengarten immer gespielt worden. Dass die Stadt UNESCO-City of Music ist, habe ich bislang noch nicht gewusst, aber ich lerne gerade, dass Mannheim sehr viele positive Überraschungen zu bieten hat.

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Mit etwa 6.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 4,1 Milliarden Euro ist die MVV Energie AG eines der führenden Energieunternehmen in Deutschland mit Sitz in der Metropolregion Rhein-Neckar, die MVV-Gruppe ist weltweit tätig. Der Ausbildungsbereich am Standort Mannheim ermöglicht mit neun hauptamtlichen Ausbilderinnen und Ausbildern, einem großen Netzwerk engagierter Ausbildungsbeauftragter eine Ausbildungsquote von etwa 6,5 Prozent. Im Durchschnitt steigen über drei Ausbildungsjahre hinweg rund 100 Azubis und Studierende hier in die Berufswelt ein – in 15 Ausbildungs- und Studiengängen mit Schwerpunkten in der Technik, der IT und in kaufmännischen Bereichen.

Und hier geht‘s direkt zur Karriereseite: Karriere – MVV Energie AG Schüler/Schulabgänger – MVV Energie AG

Interview: Ralf Laubscher / LA.MAG

Fotos: Sebastian Weindel