Hörsaal trifft Werkbank
Die Mannheimer Studentin Rebecca über ihr duales Studium – und was Mannheim-Beginner*innen unbedingt wissen sollten
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Die Mittagspause bei der MVV Energie AG ist zu Ende. In der schön gestalteten Kantine ist Ruhe eingekehrt. Hier treffen wir Rebecca zum Interview. Die Mannheimerin liebt Technik und ihr duales Studium an der DHBW. Im Interview erzählt sie, wie sie Hörsaal und Werkstatt verbindet und warum sie bei der MVV Energie AG durchstarten will.
Ralf Laubscher
Rebecca, mit deinem dualen Studium verbindest du das Studieren an der DHBW mit der Praxisarbeit beim Partnerunternehmen MVV. Glücksgriff oder Strategie mit klarem Ziel?
Rebecca
Das ist tatsächlich Strategie. Ich habe bereits ein reines Theoriestudium absolviert. Doch um in dem neuen Fachgebiet in das reale Berufsleben zu schnuppern, habe ich mich dieses Mal bewusst für das duale Studium entschieden.
Ralf Laubscher
Mit Maschinenbau und Elektrotechnik hast du eine echte Power-Kombi gewählt. Warum genau diese?
Rebecca
Ich habe schon immer gerne was mit Technik gemacht. Das fing schon damit an, dass ich sehr gern Möbel aufgebaut habe. Die Verbindung von Maschinenbau und Elektrotechnik als duales Studium ist jetzt die perfekte Kombination für mich.
Ralf Laubscher
Wie war dein Onboarding bei der MVV?
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Das Onboarding bei der MVV ist super! Man wird vom ersten Tag an in das Unternehmen integriert und als Person wahrgenommen, auch wenn man erst in der Ausbildung ist. Das fühlt sich richtig gut an.
Ralf Laubscher
Mal Hörsaal in der DHBW, mal Werkstatt bei der MVV. Bist du mehr Team Theorie oder Team Praxis?
Rebecca
Ich mag beide Aspekte des Studiums. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann auf jeden Fall für die Praxis. Das Wissen aus dem Studium direkt anwenden zu können, etwas in den Fingern zu spüren, was man gerade gelernt hat – das ist genau das, was mich interessiert und was mir Spaß macht. Ich zeige euch gern mal, wie die Arbeit in der Werkstatt aussieht.
Rebecca führt uns in die Ausbildungs-Werkstatt. Eine riesige Halle mit zahlreichen Werkbänken, aufgeräumt und blitzblank geputzt. Rebecca hat sich umgezogen, trägt Sicherheitsschuhe und einen Work-Overall.
Ralf Laubscher
Wie hat sich dein erster Tag hier in der MVV-Werkstatt angefühlt? Was hast Du erwartet – und was hat dich überrascht?
Rebecca
Es war ein tolles Gefühl, in die Werkstatt zu gehen, diese Maschinen zu sehen und spontan zu denken: Ja, ich habe mich genau für das richtige Studium entschieden. Wie erwartet ging es zunächst um grundsätzliche Techniken wie Drehen, Fräsen oder Bohren. Positiv überrascht war ich davon, wie viel Spaß das in der Praxis macht.
Ralf Laubscher
In den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik liegt der Frauen-Anteil bei nur rund neun Prozent. Ist das in Mannheim hoffentlich schon anders?
Rebecca
An der DHBW in Mannheim ist die Situation schon deutlich besser: In unserem Studiengang liegt der Frauenanteil bei rund 20 Prozent. Für die Zukunft finde ich es wichtig, noch mehr Frauen für technische Berufe zu begeistern. Am besten wäre ein 50/50-Verhältnis.
Wir verlassen die Werkstatt. Auf dem Weg zurück führt uns Rebecca durch eine Etage mit bunten, handgemalten Mannheim-Bildern an den Wänden – ein gemeinschaftliches Kunst-Projekt des aktuellen Azubi-Jahrgangs.
Ralf Laubscher
Rebecca, wie lässt sich der Teamspirit hier beschreiben?
Rebecca
Es ist ein echtes Miteinander. Eine Gemeinschaft, die Wertschätzung für jeden Einzelnen bietet. Die Kolleg*innen haben immer ein offenes Ohr, man hilft sich gegenseitig.
Ralf Laubscher
Wie geht es weiter nach deinem Bachelor-Abschluss: Volle Kraft voraus auf Kurs MVV?
Auf jeden Fall. Ich möchte langfristig bei der MVV bleiben und dabei mitwirken, das Unternehmen nachhaltig klimapositiv zu machen.
Ralf Laubscher
War das MVV-Ziel einer klimapositiven Zukunft für dich ein „Ich will da mitmachen“-Moment?
Rebecca
Ja, für mich ist das ein sehr wichtiger Aspekt, weil ich auch im Privatleben Nachhaltigkeit lebe. Die MVV ist genau das richtige Unternehmen für mich, denn ich möchte einen Beruf ausüben, der Sinn macht und Positives bewirkt für meine Heimatstadt Mannheim.
Ralf Laubscher
Was ist dein persönlicher Mannheim-Moment?
Es ist nicht ein einzelner Moment, eher so ein ständiges „Hier will ich leben“-Gefühl. Ich bin in Mannheim geboren, bin einfach stolz darauf und möchte dieses Gefühl auch gerne nach außen tragen.
Ralf Laubscher
Was versteht man nur, wenn man in Mannheim gelebt hat?
Rebecca
Wenn man die Struktur der Quadrate erkennt und versteht – dann ist man angekommen und hat Mannheim schon ein Stück weit verstanden.
Ralf Laubscher
Um Mannheim in drei Worten zu beschreiben — welche Worte wären das?
Rebecca
Quadratestadt, Internationalität und Universitätsstadt.
Ralf Laubscher
Wie bist du am liebsten in der Stadt unterwegs?
Rebecca
Zu Fuß oder mit dem Rad. Wenn man sich der Nachhaltigkeit verpflichtet, geht das eigentlich gar nicht anders. Ich würde immer empfehlen, in der Innenstadt das Auto stehen zu lassen. Da Mannheim sehr kompakt ist, ist man zu Fuß, mit dem Rad oder auch mit der Straßenbahn sehr schnell unterwegs.
Ralf Laubscher
Welcher Ort in Mannheim fühlt sich für dich am meisten „Zu Hause“ an?
Rebecca
Der Luisenpark ist so ein Ort. Da gibt es viele schöne Rückzugsmöglichkeiten, wo man sich mitten in der Stadt im Grünen erholen kann.
Ralf Laubscher
Was ist dein persönlicher Lieblings-Stadtteil?
Geboren und aufgewachsen bin ich im Lindenhof, aber mittlerweile bin ich in die Schwetzinger Stadt umgezogen und mag diesen Stadtteil sehr. Obwohl man zentral wohnt und schnell in der City ist, ist es dennoch entspannt. Es gibt viele grüne Ecken und viele schöne Cafés und Restaurants.
Ralf Laubscher
Was machst du gerne in der Freizeit, wenn du mal nicht arbeitest oder studierst?
Rebecca
Ich gehe sehr gerne am Rhein oder am Neckar spazieren. Um abzuschalten, ist eine Joggingrunde am Neckar die beste Wahl. Man ist in der Natur unterwegs und kann beim Laufen die Seele baumeln lassen.
Ralf Laubscher
Was ist dein Ausgeh-Tipp für Mannheim-Einsteiger*innen, der immer funktioniert?
Rebecca
Wenn ich mal mit Freunden ausgehe, dann sind die Parties im Schneckenhof im Mannheimer Schloss ein Muss. Was ich empfehlen kann, ist die Lange Nacht der Kunst und Genüsse in der Neckarstadt oder die Lange Nacht der Innovation und Kultur, wo sich spannende Einblicke in innovative Mannheimer Unternehmen und Startups bieten.
Ralf Laubscher
Wenn du mal nicht in der MVV-Kantine zu Mittag isst: Was ist dein Tipp für eine leckere Mittagspause?
Rebecca
Wenn es draußen sonnig ist, treffe ich mich am liebsten mit Kolleg*innen zu einem Picknick am Neckar.
Ralf Laubscher
Letzte Frage: Kannst du nur Hochdeutsch oder auch Monnemerisch?
Rebecca
(Lacht) Ich kann natürlich auch Monnemerisch babbeln! Aber im Studium und bei der Arbeit spreche ich Hochdeutsch, um von allen verstanden zu werden. Fest steht aber: Ich möchte meinen Mannheimer Dialekt nicht verleugnen und spreche ihn sehr gerne.
Wir danken Rebecca und der MVV Energie AG für die Einblicke und das schöne Interview.