15.09.2026 - Lina Kaluza

Vom Studium zur Heimat

Tobias Faller über die Arbeit bei der INTER Versicherung, den Sport und das Leben in Mannheim

Lesezeit: 7 Minuten
Mehrere Mitarbeitende tauschen sich an einem Stehtisch in einem hellen Aufenthaltsbereich aus und kommen in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch.

Erst war Mannheim für Tobias Studienort, dann ziemlich schnell Heimat. Auch nach seinem Master in Amsterdam war für ihn klar, dass er zurückkommen möchte. Heute lebt er im Stadtteil Lindenhof und arbeitet in der Unternehmenskommunikation der INTER. Im Interview erzählt er, wie eine Branche entdeckt, die viel lockerer ist, als ihr Ruf vermuten lässt und was ihn mit Mannheim verbindet.

Lina Kaluza

Lina Kaluza

Du bist damals für dein Studium nach Mannheim gezogen. Wie war dein erster Eindruck von der Stadt?

Tobias Faller

Tobias Faller

Ich bin 2017 fürs Studium nach Mannheim gezogen und habe an der Universität Mannheim Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert. Weil ich in der Pfalz aufgewachsen bin, war der Umzug für mich nicht der ganz große Kulturschock.

Ein Moment aus meiner ersten Woche ist mir aber stark im Gedächtnis geblieben. Uns wurde gesagt: Wenn man nach Mannheim zieht, weint man zweimal. Einmal, wenn man kommt, und einmal, wenn man geht. Mannheim ist vielleicht nicht die klassische Schönheit wie Heidelberg oder Amsterdam, wo ich später gelebt habe. Aber die Stadt wird schnell zur Heimat. In Amsterdam habe ich beim Ankommen nicht geweint, beim Gehen aber auch nicht.

Lina Kaluza

Lina Kaluza

Würdest du Mannheim als Stadt zum Studieren empfehlen?

Tobias Faller

Tobias Faller

Ja, auf jeden Fall. Ich finde, Mannheim ist als Studierendenstadt total unterbewertet. Vieles aus dem studentischen Leben spielt sich auf engem Raum rund um die Quadrate und die Universität ab. Auch abseits der Vorlesungen hat man über die Uni viele Möglichkeiten sich zu vernetzten. Meine besten Freunde aus dem Studium kannte ich daher schon vor der ersten Vorlesung durch Erstsemesterveranstaltungen und einige der Freundschaften von damals halten bis heute.

Person geht vor dem Eingangsbereich eines modernen Bürogebäudes mit breiter Treppe und Glasfassade entlang.
Lina Kaluza

Lina Kaluza

Wenn du an dein Studierendenleben zurückdenkst: Welche Orte waren damals wichtig für dich und welche sind es heute?

Tobias Faller

Tobias Faller

Das Meiste spielte sich rund um die Universität ab. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich wenig Zeit in den Bibliotheken verbracht habe. Natürlich war ich auch auf der einen oder anderen Schneckenhof-Party.

Heute bin ich nicht mehr so viel auf Achse wie mit Anfang 20. Nach Feierabend gehe ich gerne am Rhein spazieren, spiele am Neckar Basketball, treffe Freunde oder gehe in der Stadt gut essen.

Lina Kaluza

Lina Kaluza

Du warst nach dem Studium eine Zeit lang weg und bist dann wieder zurückgekommen. Wie kam es zur Rückkehr?

Tobias Faller

Tobias Faller

Ich habe meinen Master in Amsterdam gemacht und ein Jahr in den Niederlanden gewohnt. Mir wurde aber relativ schnell klar, dass ich wieder nach Mannheim ziehen möchte. Meine Familie lebt hier in der Nähe und auch meine Freunde waren noch hier. Deshalb hat es sich gar nicht wie ein Zurückkommen angefühlt, sondern eher wie ein nahtloser Übergang. Auch beruflich bot Mannheim gute Einstiegsmöglichkeiten. Hier hat sich für mich die Chance ergeben, bei einem guten Unternehmen zu starten. Ich bin froh, dass ich diesen Weg gewählt habe und geblieben bin.

Zwei Personen stehen an einem Arbeitsplatz und betrachten gemeinsam einen Bildschirm in einer Büroumgebung.
Lina Kaluza

Lina Kaluza

Wie hat sich Mannheim seit deiner Studienzeit verändert?

Tobias Faller

Tobias Faller

Im Kern hat sich Mannheim gar nicht so sehr verändert.

Verändert hat sich natürlich das Stadtbild. Ich denke dabei an den Lindenhof, wo ich wohne, und an das, was rund um den Bahnhof entstanden ist. Davon profitiere ich als Young Professional sehr.

Person steht in einem hellen Bürogebäude an einer Galerie mit großen Fenstern und modernen Deckenleuchten.
Tobias Faller

 

Diese Mannheimer Mentalität bekommt man, glaube ich, einfach nicht raus. Mannheim ist eine Industriestadt. Die Leute hier sind ehrlich und arbeiten hart. Das merkt man auch im Umgang miteinander.

Lina Kaluza

Lina Kaluza

Wie würdest du das Gefühl im Lindenhof beschreiben, abgesehen von der Nähe zur Stadt und zum Grünen?

Tobias Faller

Tobias Faller

Der Lindenhof hat ein bisschen sein eigenes Herz und sein eigenes kleines Ökosystem. Mit der Fußgängerzone im Stadtteil hast du auf wenigen Metern alles, was du fürs Leben brauchst. Natürlich ist man schnell in der Innenstadt, aber im Grunde müsste man den Lindenhof gar nicht verlassen, weil man wirklich alles vor der Tür hat. Gleichzeitig ist man schnell am Rhein, am Wasser und im Grünen. Diese Mischung macht den Stadtteil für mich so angenehm.

Lina Kaluza

Lina Kaluza

Du arbeitest seit Oktober 2025 bei der INTER in der Unternehmenskommunikation. Was ist der Kern deiner Arbeit?

Tobias Faller

Tobias Faller

Zum einen geht es um die interne Kommunikation. Wir schauen, dass wir unsere Mitarbeitenden umfassend und transparent informieren. Zum anderen kommunizieren wir nach außen, um die INTER sichtbarer zu machen und die Themen und Perspektiven unseres Unternehmens in die Öffentlichkeit zu tragen.

Mehrere Personen unterhalten sich an Stehtischen in einem Aufenthaltsbereich eines Bürogebäudes.
Lina Kaluza

Lina Kaluza

Was ist dabei die zentrale Botschaft nach außen?

Tobias Faller

Tobias Faller

Die INTER ist ein verlässlicher Partner im Versicherungswesen. 2026 gibt es uns seit 100 Jahren und mit dieser Erfahrung geht viel Know-how einher. Bei Versicherungen geht es um viel Geld und sensible Daten. Wenn du seit 100 Jahren am Markt bist, hast du viel erlebt und weißt, wie du mit Veränderungen umgehen musst.

Vor dem Interview nimmt uns Tobias mit auf eine kleine Tour durch die INTER: vom eigenen Fitnessstudio über die Kantine, durch die unterirdischen Verbindungsgänge der Gebäude bis zu seinem Büro. Danach wechseln wir ins Kreativlabor an der Augustaanlage. Ein Ort für Workshops, neue Ideen und Austausch, und der perfekte Platz, um mit Tobias über seinen Job und sein Leben in Mannheim zu sprechen.

Lina Kaluza

Lina Kaluza

Wenn du erzählst, dass du bei einer Versicherung arbeitest, gibt es wahrscheinlich einige Vorurteile. Was überrascht die Leute an deinem Job oder an der Branche?

Tobias Faller

Tobias Faller

Die Branche ist viel weniger konservativ, als ich anfangs dachte. Ich hatte das klassische Bild vom Vertreter im Anzug mit Krawatte, der vor der Tür steht. Tatsächlich ist es viel lockerer und der Umgang total menschlich. Ich bin fachfremd hierhergekommen und hatte vorher noch nicht in der Versicherungsbranche gearbeitet. Glücklicherweise ist es für meine Arbeit viel wichtiger, die richtigen Botschaften zu setzen und zu wissen, welche Themen man in welchen Medien für wen und wie platziert. Verkaufen könnte ich die Versicherungen aber nicht. Das entspricht, glaube ich, auch nicht so sehr meinem Typ.

Zwei runde Hinweisschilder auf einem Holzfußboden zeigen die Aufschrift „du“ sowie ein Symbol einer Krawatte.
Lina Kaluza

Lina Kaluza

Was macht deinen Arbeitgeber für dich besonders?

Tobias Faller

Tobias Faller

Die INTER bietet mir eine extreme Flexibilität. Ich kann mein Privatleben und meinen Beruf sehr gut miteinander vereinbaren. Wir dürfen bis zu vier Tage pro Woche remote arbeiten. Gleichzeitig gibt es viele gute Anreize, öfter ins Büro zu kommen, zum Beispiel einem kostenlosen Fitnessstudio, modernen Büros und eine super Kantine mit Köchen, die wir auch selbst ausbilden. Zudem kommen wir an Teamtagen regelmäßig zusammen, arbeiten an uns als Team und finden gemeinsam Lösungen. Auf diese Zusammenarbeit legt die INTER auch unternehmensweit viel Wert. Dadurch ist die Zusammenarbeit bei uns im Team und auch mit anderen Abteilungen wirklich super harmonisch und unkompliziert.

Lina Kaluza

Lina Kaluza

Das Leben besteht natürlich nicht nur aus Arbeit. Welchen Ausgleich findest du in Mannheim?

Tobias Faller

Tobias Faller

Ich mache Teamsport, seit ich denken kann. Nach dem Handball bin ich zum Basketball gewechselt und habe lange bei der SG Mannheim gespielt. Durch den Sport sind viele Freundschaften entstanden, die bis heute halten. Basketball prägt mein Leben noch immer.

Im Sommer gehe ich gerne an den Neckar auf den Basketballplatz. Der ist bis heute ein Sammelpunkt für die Mannheimer Basketballszene. An einem guten Sommerabend kommen dort viele Leute zusammen und spielen, oft ohne sich vorher verabredet zu haben. Man kommt einfach vorbei, weil man Bock auf Basketball hat, und bildet spontane Teams. Das hat eine starke integrative Wirkung: Jede*r kann mitmachen. So vergeht bei mir der eine oder andere Abend, mit wenig Gedanken an den Alltag und einfach dem Ball in der Hand. Das macht schon brutal Spaß.

Lina Kaluza

Lina Kaluza

Würdest du Mannheim also auch für Sportler*innen empfehlen?

Person steht in einem Fitness- und Bewegungsraum mit Trainingsgeräten und Schlingentrainern im Hintergrund.
Tobias Faller

Ja, auf jeden Fall. Mannheim ist sehr breit aufgestellt, von Eishockey, Handball, Fußball und Feldhockey bis zum Breitensport. Dazu kommen öffentliche Sportmöglichkeiten in vielen Stadtteilen. Da findet jede*r etwas.

Lina Kaluza

Lina Kaluza

Wenn jemand Mannheim noch gar nicht kennt: Welchen Ort würdest du für einen authentischen ersten Eindruck empfehlen?

Tobias Faller

Tobias Faller

Ich gehe mit Besucher*innen gerne zum Marktplatz, um dort etwas zu essen, am besten schon zum Frühstück. Für viele ist ein türkisches Frühstück etwas ganz Neues. Deshalb mache ich das gerne mit ihnen und bisher ist es immer super angekommen. Zumal man in Mannheim nicht nur türkische Küche bekommt, sondern eigentlich alles.

Moderner Bürokomplex mit großen Fensterflächen, fotografiert durch die Äste eines Baumes im Vordergrund.

Vielen Dank an Tobias & die INTER Versicherung für das schöne Interview.